Hans Rosenthal: Sein Leben - Sein Wirken
An
dieser Stelle wollen wir an den Namensgeber unseres Hauses erinnern.
Uns allen ist Hans Rosenthal unvergessen als Quizmaster der beliebten
ZDF-Sendung Dalli Dalli und als RIAS Moderator zahlreicher
Radiosendungen.
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Dieses
Bild wurde dem Bezirksamt Zehlendorf für das Hans-Rosenthal-Haus
freundlicherweise von Frau Traudel Rosenthal als Leihgabe unbefristet
überlassen.
Berlin,
28. Oktober 1988
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Sein Leben
Hans Rosenthal wurde am 2.
April 1925 in Berlin geboren und wuchs wohlbehütet in seiner Familie in
Berlin-Prenzlauer Berg in der Winsstraße auf. Er musste aber bereits schon als Kind
die wachsende, antisemitische Verfolgung durch den Nationalsozialismus
miterleben.
Beide Eltern verstarben krankheitsbedingt in seiner frühen
Jugend: Sein Vater bereits 1937, seine Mutter 1941.
Hans Rosenthal wurde ab
1940 von den Nationalsozialisten zu Zwangsarbeit herangezogen. Ab 1943
tauchte er in der Berliner Kleingartenanlage Dreieinigkeit in
Lichtenberg unter und
überlebte bis zur Befreiung im Versteck, wo er von zwei Berlinerinnen
unterstützt wurde.
Sein Bruder Gert sowie
seine weiteren Angehörige kamen in der Shoa um.
1945 machte er eine
Ausbildung beim Berliner Rundfunk und startete ab 1948 als
Aufnahmeleiter und Unterhaltungsredakteur beim RIAS seine
Rundfunkkarriere. Er wurde Quizmaster bekannter Unterhaltungssendungen
im Rundfunk. So war er beim RIAS in den 60er und 70er Jahren mit meist
selbst entworfenen Sendungen wie "Allein gegen alle", "Wer fragt,
gewinnt", "Das klingende Sonntagsrätsel", "Spaß muss sein", "Opas
Schlagerfestival", "Da ist man sprachlos" oder auch "Die Rückblende"
bekannt und beliebt. Darüber hinaus war er bei "Günter Neumann und seine
Insulaner" als Aufnahmeleiter tätig.
Dazu kamen seine Rate- und
Unterhaltungssendungen im Fernsehprogramm des ZDF wie "Gut gefragt ist
halb gewonnen", "Dalli Dalli" sowie "Rate mal mit Rosenthal", "KO oder
Okay" und "Schlagerfestival".
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Besonders das Fernsehquiz
"Dalli Dalli" errang große Beliebtheit: zwischen Frühjahr 1971 und
Herbst 1986 wurden 153 Folgen vom ZDF produziert und von Hans Rosenthal
moderiert. Gemeinsam mit seinem langjährigen Team, der Jury mit Ekkehard Fritsch
(später Christian Neureuther),
Brigitte Xander und Mady Riehl, der Assistentin Monika Sundermann und
dem Schnellzeichner Oskar sowie der musikalischen Begleitung des
Jochen-Brauer-Sextett unter der Leitung von Heinrich Riethmüller konnten so unzähligen, unverschuldet in Not
geratenen Familien, geholfen werden. |
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Untrennbar mit Dalli Dalli
und Hans Rosenthal verbunden ist der Satz "Das war Spitze!". Ab Herbst
1976 konnte das Publikum besondere Leistungen der Kandidaten mit einem
Knopfdruck würdigen. Dies aktivierte
Warnleuchten und einen zwitschernden Alarmton, woraufhin Rosenthal mit
den Worten in die Luft sprang: "Sie sind der Meinung, das war Spitze!".
Das Publikum rief "Spitze" laut mit und es gab einen Sonderpunkt.
Während seines Luftsprunges wurde Hans Rosenthal darüber hinaus mittels
Kameratechnik kurzzeitig "eingefroren" als Standbild gezeigt.
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Mit Begin der 60er Jahre
engagierte Hans Rosenthal sich im Zentralrat der Juden in Deutschland
und war ab 1973 als Mitglied seines Direktoriums tätig. Darüber hinaus
engagierte er sich in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, sowie in diversen
sozialen Projekten. Auf Grund seiner freundlichen und unkomplizierten
Art war er überall sehr beliebt.
Seinen Urlaub verbrachte
er vorzugsweise in Utersum auf Föhr. Später erhielt er dort die
Ehrenbürgerwürde.
In der Zeit von 1965 bis
1973 war der bekennende Fußballfan Hans Rosenthal auch Präsident des
Fußballvereins Tennis Borussia Berlin. Die in diesem Verein tätige und
unter anderem von ihm gegründete "Prominenten-Elf" trägt seit seinem Tod
den Namen "Hans-Rosenthal-Elf" und sammelt Gelder für die
Hans-Rosenthal-Stiftung.
1980 veröffentlichte er
unter dem Titel "Zwei Leben in Deutschland" seine Autobiographie.
Hans Rosenthal starb nach
schwerer Krankheit am 10.2.1987 in Berlin im Alter von 61 Jahren. Er
wurde in einem Ehrengrab
auf dem Friedhof der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Heerstraße, Nähe
Scholzplatz in Charlottenburg beigesetzt.

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Am 2. April 1993 wurde anlässlich des 68.
Geburtstages von Hans Rosenthal, der Platz vor dem
ehemaligen RIAS-Gebäude (heute befindet sich hier das Deutschlandradio Kultur)
in den Hans-Rosenthal-Platz umbenannt. |
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Eine Gedenktafel am Haus in der
Winsstraße 63 im
Bezirk Prenzlauer Berg erinnert daran, dass dort Hans Rosenthal in der
elterlichen Wohnung aufgewachsen ist. |
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Zum Gedenken an
Hans Rosenthal anlässlich seines 75. Geburtstages
Klicken Sie bitte
hier
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